Prag

„Was machen die alle hier?“, sagt eine Stimme in meinem Kopf, als ich die Massen auf die Karlsbrücke zu und über die Brücke walzen sehe. „Du bist doch auch hier“, sagt eine andere Stimme, „Was willst du hier, was siehst du hier?“

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Wir waren in Prag, weil mir der Göttergatte schon länger in den Ohren lag, dass er überhaupt noch nie in Tschechien war und gern mal nach Prag möchte. Ich war zuletzt vor vielen Jahren da (Abschlussfahrt 10. Klasse). Was lag also näher, mal einen kurzen Urlaub dort zu verbringen?

Was habe ich gesehen: Viele schöne Fassaden, enge Gassen, bunte Häuser, Läden gesteckt voll mit Souvenirkram, Brücken, ungeheuer viele Restaurants, Kneipen und Cafés, historische Gebäude, Gebäude, in denen historische Persönlichkeiten geboren wurden, gelebt oder gearbeitet haben, viele kleine Maulwürfe, Eis- und Trdlostände, Synagogen, Kirchen meist von außen, weil, die dort außerhalb der Gottesdienste nicht offen oder kostenpflichtig sind, Plätze, wenig grün, keine Katzen und auch keine Spatzen (wirklich!) und Menschen, viele andere Menschen.

Und es hätte mich brennend interessiert, was die anderen dort gesehen haben. Vor allem die vielen Asiaten – Chinesen (Taiwan, Hongkong), Japaner – die in Massen da waren. Ob das dort – die Architektur, das Essen, die Souvenirs – total exotisch für sie ist? Barock und Jugendstil haben sie ja zu Hause nicht, Knödel auch nicht. Auch viele Inder waren da, die sich offenbar nicht vorgestellt hatten, dass es anderswo im September schon kühl sein kann, denn sie waren meist ziemlich dünn angezogen und sahen entsprechend verfroren aus.

Mal eine andere Skulptur des Heiligen Wenzel, der draußen auf dem Platz ganz ordnungsgemäß auf seinem Pferd sitzt, gibt es in der Passage Lucerna. Und ratet, wer jetzt einen (ganz kleinen) Plüsch-Maulwurf hat… ähm… und noch einen aus Holz für den Schreibtisch?

Die Brücken über die Moldau und natürlich die Uhr am Altstädter Rathaus. Bei unserem Glück war der Rest des Rathauses natürlich eingerüstet (Hagia Sophia, Palast der Winde… soll ich noch mehr aufzählen?). Von 9:00–21:00 schlägt die Uhr alle Stunde und es öffnen sich Fenster und innen bewegen sich ein paar Figuren vorbei… und die Massen machen Fotos.

Die Schwäne auf der Moldau sagen, was ich auch über Prag sagen würde:

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3 Gedanken zu “Prag

  1. Ja, z.T. die gleichen Künstler-Tassen, die ich letztes Jahr in Barcelona gesehen habe. Und die Matrjoschkas… wenn sie da wenigstens auch einen kleinen Maulwurf mit all seinen Freunden drin gehabt hätten, das hätte gepasst. Darauf ist aber scheinbar noch keiner gekommen. 😉

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  2. Tolle Fotos !! Auch das Schwanenpaar zum Schluß ist wunderbar ! Ach ja, den Maulwurf hätte ich bestimmt auch mitgenommen, da kann ich dich voll verstehen. Habe immerhin ein Buch mit ihm und eine süße Postkarte. Der ist so knuffig 🙂

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