Jetzt weiß ich’s wieder…

spatz13_3warum uns die Vogelfütterung letzten Winter keinen Spaß gemacht hat: Weil kaum Vögel kamen. Vogelfütterung ohne Vögel ist irgendwie… langweilig. Deshalb wollten wir dieses Jahr eigentlich nicht mehr füttern. Dann beschlich uns allerdings das Gefühl, dass wir so die letzten paar Vögelchen am Ende womöglich verhungern lassen. Und nun haben wir die Fütterung doch wieder aufgebaut. Und ja, es kommen kaum Vögel.

Damit angefangen haben wir im 2009. Im Sommer kam der Göttergatte auf die Idee, dass wir den Vögeln Wasser hinstellen sollten. Haben wir gemacht. Allerdings war der Plastik-Untersetzer ungeeignet, wenn die Amsel darauf landete, kippte er um. Wir haben also einen glasierten Tonuntersetzer gekauft und ihn unter die – damals erst ca. 60 cm hohe – Birke in den Balkonkasten gestellt. Von da an herrschte reger Trink- und Badebetrieb, so dass das Näpfchen den Namen Spaßbad bekam. Anfang November haben wir aus Spaß eine Packung Meisenknödel gekauft und probeweise einen an die Birke gehängt. Sofort war eine Meise da. Auch die Spatzen waren interessiert, bekamen aber – da sie am Meisenknödel nicht so geschickt waren – ein bisschen Streufutter im Wassernäpfchen serviert. Irgendwann war dann der Boden tagelang gefroren, und es kam auch die Amsel und futterte als erstes die Beeren vom Feuerdorn ab. Meisenknödel und Streufutter waren nicht so ihr Ding. Da der Winter aber blieb, haben wir ihr bald ein Näpfchen Rosinen hingestellt. Der Winter bliebt in diesem Jahr lange und wir haben bis in den März hinein gefüttert… allerdings ganz ungeplant, d.h. wir hatten die Näpfe einfach so in den leeren Balkonkasten bzw. auf den leeren Tisch gestellt.

In den folgenden Jahren haben wir die Fütterung mit verschiedenen Ästen und Zweigen perfektioniert und auch verschiedenes Futter ausprobiert.

Viele Jahre lang hatten wir jeden Winter viel Andrang an unserer Fütterung, Amseln, Spatzen, Blau- Kohlmeisen waren eigentlich immer da. Und ich hatte immer viel Spaß, die Vögel zu beobachten und zu fotografieren. Dabei habe ich gelernt, dass sich Blaumeisen Yoga machen und dass es sehr lange Rotkehlchen gibt:

 

 

 

 

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19 Gedanken zu “Jetzt weiß ich’s wieder…

  1. Allein schon wegen der Beobachtungen und der Fotos soll das doch noch etwas werden!
    Das wäre zu schade, wenn sich nicht wieder die alten Zustände herstellen ließen.
    Die Vermutung von Hedwig finde ich bei der Suche nach Gründen gut anwendbar, nämlich dass vielleicht auf einem Nachbarbalkon etwas angebracht wurde, das sie verschreckt.
    Manche basteln sich da ja Plastikkrähen hin, um Tauben fernzuhalten, oder Windspiel-Krempel.

    Ich hatte vor Jahren an einem anderen Wohnort auch die Erfahrung machen müssen, dass keiner zur Fütterung kam, aber von Anfang an nicht: der Nachbar hatte Hühner, dort war es viel interessanter.
    Vielleicht gibt es ganzjährig fütternde „Konkurrenz“ irgendwo nebenan – dann brauchen die Vögel bei dir auch etwas, das sie von weitem als Futterquelle erkennen können, damit sie mal zum testen kommen. Meistens braucht es ja ein oder zwei Vorkoster, damit die anderen auch sehen, dass es nachzusehen lohnt. Meisen erkennen, glaube ich, die Formen von Häuschen und Knödeln ganz besonders schnell. Die waren bei mir die ersten, nachdem ich meine neuen Eisenständer aufgestellt hatte.

    Ich wünsche auf Fall noch viel Erfolg!

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    • Danke Dir! Ich habe mich ungesehen und da ist nichts auf den anderen Balkons, im Herbst/Winter ist bei den anderen wenig los. Es ist auch keine Katze zugezogen oder so. Und die anderen Füttern auch nicht. Hm, vielleicht war auch der letzte Winter zu warm. Ich hoffe mal, dass es dieses Jahr wieder besser wird und mehr Vögelchen kommen. Entdeckt haben sie die Futterstelle auf jeden Fall.

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      • Kann auch sein, dass es bei Euch mit natürlichem Futterangebot noch besser aussieht als bei uns, wo alles agrarisch total abgeratzt wurde, nicht einmal mehr Früchte an Feldhecken da sind. So früh habe ich noch nie zu füttern angefangen.

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  2. Das ist ja schade. Ich mache mir auch Sorgen um die Vielfalt der Vögel in unseren breiten. Wenn Insekten fehlen, sterben die Vögel. Bei uns wimmelt es noch am Futterhaus. Allerdings wohnen wir im Wald und die Waldvögel leiden eh noch nicht so sehr unter dem Insektensterben. Spechte, Gimpel Meisen, Finken und Amseln lassen sich täglich blicken.
    LG Maren und gib die Hoffnung nicht auf, vielleicht kommen sie noch – die Wintervögel

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  3. Ich habe vor einigen Tagen das Futterhaus aufgestellt. Innerhalb weniger Minuten herrschte reges Treiben. Ich finde es immer wieder erstaunlich, in welcher Geschwindigkeit die Vögel die Futterstelle erkennen, obwohl es hier auf dem Grundstück mit Sicherheit noch genug Nahrung gibt. Ich bin gespannt, wie es sich bei Euch entwickelt und hoffe, dass es sich die Piepmätze noch überlegen.🕊🕊🕊. Liebe Grüße und einen schönen Sonntag

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  4. Das sind traumhafte Fotos von den süßen Piepmätzen. Das du die immer so gut vor die Kamera bekommst. Toll ! Yogablaumeisen, hihi, und ja, sooo lange Rotkehlchen habe ich noch nie gesehen. – Tja, schon komisch. Sind denn sonst im Jahr Vögel bei dir unterwegs ? Gibts viele Büsche und Bäume drumherum ? Bei uns ist es so, daß sehr viele Leute füttern und für einige Vögel ist es angenehmer, außen am Haus oder auf der Terrasse ihr Futter zu holen, als bei mir in den Balkon zu fliegen. Zur Zeit füttern noch nicht so viele und die Meisen, Amseln und auch mal das Rotkehlchen kommen hier vorbei und holen sich den einen oder anderen Snack. Letzten Winter war ich auch etwas frustriert: da flogen sie im 2. Stock ein und aus und haben sich dort pausenlos Futter geholt, weil die Nachbarin das Futter in den Balkonkasten gestreut hat. Da mußten sie dann nur vorbeisegeln. Knödel interessieren hier übrigens fast gar nicht. Sie stehen hauptsächlich auf die fettigen Erdnüsse 😉 Ich drück die Daumen, daß sie noch kommen. Wenns kälter wird, bestimmt.

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    • Bei uns wohnen Katzen und Vögel dicht beieinander. Es geschieht wirklich ausgesprochen selten, dass einmal ein Vogel 🐦 gekillt wird. Da geht es den Eidechsen im Sommer eher mal an den Kragen. Dafür hat die Elster meinem armen Kater die Maus abgesagt.

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