Mein Traumhund

Noch ein paar mehr Bilder aus den Pyrenäen in Frankreich. Es war ein feuchter, leicht regnerischer Tag. Wir wollten unsere Wanderung gerade beginnen, da kam eine große Schafherde die Straße runter:

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Alle waren ein bisschen nass und schmuddelig. Bei der Herde waren einige Hunde. Einer verließ direkt seinen Arbeitsplatz:

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Und kam knuddeln:

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Kurz nach dem Bild ließ er sich gegen meine Beine fallen und ließ sich ausgiebig streicheln. Dann war ich auch ein bisschen nass und schmuddelig. So ganz hat er seine Herde dabei aber nicht vergessen. Als sie ein Stück entfernt war, stand der auf uns sauste hinterher.

Seitdem bin ich in diese Hunde verliebt. So einen hätte ich gern! Gut, der ist sicher nichts für die Wohnung. Aber für tagsüber habe ich mir sogar einen Job für ihn ausgedacht. Diese Hütehunde sollen ja sehr selbständig sein, meinen würde ich jeden Morgen in die Kita nebenan schicken, dort könnte er Kinder hüten auf dem Spielplatz und bei Ausflügen, da ginge bestimmt keins verloren. Außerdem könnte er auch auf das Spielzeug aufpassen, dass die Kinder überall auf dem Gelände verstreuen… Am Nachmittag würde mein Hund dann alleine wieder nach Hause kommen und dabei gleich den Enkel der Leute über uns mitbringen. Wäre doch praktisch, oder? 😉

Diesen Hunden begegnete man oft zum Teil auch nur mit ihrer Herde und ohne menschliche Begleitung. Dafür gab es extra Hinweistafeln mit Verhaltensregeln. Und weil ich die so nett gemacht fand, habe ich eine fotografiert:

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6 Gedanken zu “Mein Traumhund

  1. Ja,. Herdenschutzhunde sind anscheinend im Allgemeinen so, wie du es erlebt hast: wenn sie entscheiden, dass sie knuddeln wollen, dann tun sie das, und wenn sie eine Aufgabe erkennen, dann auch, und als Entscheider darüber sehen sie sich selbst, ganz gleich, ob es Pyrenäenhunde sind, aus dem Karpatenbogen, aus Ungarn oder der Türkei. Darum wird Privatpersonen, die sich einen solchen Hund wünschen, oft abgeraten: sie sind ganz anders zu erziehen und in manchen Dingen nur mit geringem Erfolg, die „gängigere“ Hunde, wie das was allgemein Hütehunde, Beleit- oder Jagdhunde genannt wird, geflissentlicher oder sogar absolut erfüllen.
    Mein Bongo aus Bosnien ist nur ein Mischling mit einer solchen Herdenschutzhund-Rasse, die auch dort tagelang allein mit den Herden bleibt und sich selbst versorgen kann, ohne sich an der Herde zu vergreifen, darum kenne ich die Schwierigkeiten aus mittlerweile über 8 Jahren eigener Anschauung, die so ein eigensinniger Brocken Hund machen kann, wenn man das nicht weiss und nicht in gewissem Rahmen tolerieren kann, dass ein Hund nicht so menschenfixiert ist, sondern sich Zeit für eigene Entscheidungen nimmt. Darin soll der Pyrenäenhund den weiter östlich üblichen Rassen ganz gleich sein, und auch in Portugal gibt es solche Hunde. Jemand hat eine WordPress-Seite zu seinem Hund der Rasse Cao de Castro de laboreiro, und ich habe Tränen gelacht bei ihren Beschreibungen, weil der Hund wesensmässig ein Zwillingsbruder von meinem sein könnte.
    Falls du also wirklich darüber nachdenkst, ob so einer in der Pyrenäen-Variante ein Traumhund für später mal sein könnte, empfehle ich dir die Seite sehr.

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  2. Ja, die sind niedlich. Ich bin echt erstaunt, daß der knuddeln gekommen ist. Das hätte ich bei so einem Hütehund nicht erwartet. Aber wie puzzle schreibt, scheinen sie ja dafür zu haben zu sein, wenn es ihnen paßt 🙂 Schade, die Idee mit der Kita klang so gut 😉

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