Das waren noch Zeiten

Es gab mal Zeiten, da passierte mehr oder weniger die ganze Woche nichts. Ich ging zur Arbeit, machte da irgendwas und dann noch irgendwas anderes und die Leute um mich herum taten das auch. Am Abend ging fuhr ich wieder nach Hause und der nächste Tag war wieder genauso.

Da war es lange DIE Story, als der Chef eines Tages beim Termin sein Jackett – mit allem… Handy, Geld/Papieren, Hausschlüssel, Flugticket – hängen ließ. Auf dem Weg zum Flughafen fiel es ihm auf, er war aber schon zu spät dran, um umzukehren. Er kaperte kurzerhand das Handy eines Mitfahrenden und verständigte uns. Wir organisierten bei der Sekretärin des Besuchten die Rücksendung seiner Sachen per Postpaket… aber erst am Montag, denn erstmal hätte sie Feierabend. Wir wissen bis heute nicht, wie er die Fluggesellschaft überredet hat, ihn mit nach Berlin zu nehmen. Dort angekommen nahm er ein Taxi, verständigte uns wieder mit einem fremden Handy und wir schickten die Azubine mit Geld für das Taxi an die Straße. Dann musste er im Büro verharren, bis seine Frau ihn am Abend abholen kam. Was haben wir gelacht…

Heute schafft man es gar nicht mehr über eine Story zu lachen oder traurig zu sein – es passieren ja nicht nur lustige Dinge – da wird sie ganz direkt schon von der nächsten in den Schatten gestellt. So auch diese Woche. Nur mit viel Mühe habe ich es geschafft, meinen Unterkiefer wieder hochzuklappen, so stand mir der Mund offen.

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Zur Erholung lasse ich mich heute ans andere Ende der Welt beamen für einen Kurzurlaub. Morgen bin ich hoffentlich quietschvergnügt wieder da.

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2 Gedanken zu “Das waren noch Zeiten

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