Rosa Auto

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Passend zu Handtasche und Lippenstift? Irgendwie sehe ich eine langhaarige Blondine mit Minirock, die ihre Handtasche auf dem Beifahrersitz wirft und einsteigt. Sie fährt an, schlängelt sich kühn und nicht ganz regelgerecht durch das Gewirr der zum Teil steilen Gassen und holt noch ein paar Freundinnen zu einem Ausflug ab. Sie fahren Eis essen (unbedingt Himbeer ;-)) und danach über Land oder an einen See. Sie kurbeln alle Fenster runter, eine Kassette dudelt in voller Lautstärke. Jungs auf Motorrädern überholen sie und hupen. Die Mädels lachen, winken…

Eigentlich sieht er noch gar nicht so schlecht aus, so als wäre er jahrelang liebevoll gepflegt worden. Dennoch steht er ohne Nummernschilder an einer Ecke bei den Müllcontainern und wächst langsam ein. Ein paar Katzen nutzten ihn noch als Dach über dem Kopf und Aussichtspunkt.

Gesehen in Tbilisi, ein Saporosch  – vermutlich ein SAS 968M (gebaut 1979–1994).

 

Wo ist es hin…

das Wochenende? Kaum bin ich halbwegs im Wochenende angekommen, ist es schon wieder um… und immer noch so viele Dinge übrig, die ich eigentlich machen wollte.

Am Sonnabend steckte mir die vergangene Woche noch in den Knochen: Die S-Bahn hat wieder regelmäßig gezickt (Signalstörung, Weichenstörung, Störung ohne jeden Kommentar…). Ein mysteriöses Paket kam an, den Versender kannten wir beide nicht, bei der aufgedruckten Telefonnummer ging einen ganzen Tag lang keiner ran. Aber das Rätsel ließ sich lösen. Ein Halter von der Gardinenstange im Schlafzimmer brach beim Vorhangaufziehen, der andere knackte aus Solidarität auch weg und schwupps… Vorhang lag am Boden. Besuch im Baumarkt war fällig. Außerdem das erste Mal Tomaten geerntet, die über die Woche gewaschene Wäsche wieder in den Schrank zurück verfügt… Und dabei irgendwie die ganze Zeit noch über ein Excel-Problem gegrübelt, dass mir am Freitag eine Kollegin gebracht hat.

So ganz nebenbei ist aber mal wieder ein Paar Socken für meinen Besten fertig geworden:

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Heute dann mal wieder mit einer Regenwolke um die Wette gelaufen und gewonnen. 😉 Ein Glück, denn die völlig durchgeweichten Schuhe vom Freitag trocknen immer noch vor sich hin.

Außerdem habe ich ganz viel herumprobiert, mir schwebt eine Häkeldecke vor. Einfarbig, mehrfarbig, granny squares…? Ich kann mich für kein Muster entscheiden:

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Außerdem wird Herbst, da brauche ich dringend eine neue Strickjacke. Also habe ich den Roosevelt Cardigan angefangen. Diese Jacke habe ich schon lange auf meiner Wunschliste und zum Geburtstag hatte ich die passende und wunderschöne Wolle dafür bekommen:

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Ok, das ist bisher gerade mal ein Pulswärmer. Begonnen wird mit den Ärmeln und ich habe schon angenehmeres gemacht, als Zöpfe auf Nadelspiel zu stricken. Aber ich freue mich schon total auf das eigentliche Muster.

Und nun ist schon wieder Montag und Excel ruft…

 

In Tbilisi

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Ein Blick über die georgische Hauptstadt. Eine schöne Stadt, eine gelungene Mischung aus neu und alt mit jeder Menge Sehenswürdigkeiten: Kirchen, Theater, Museen, Parks, ein botanischer Garten, eine alte Festung…

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Eine passende Flasche haben wir allerdings nicht gefunden. 😉

Hier habe ich vielleicht zukünftige Schachmeister beobachtet:

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Die Kinder spielten in dem Park am Fuße der beiden Röhren, die man oben im Bild sieht.

Irgendwie war Tbilisi eine vergnügte Stadt. Viel von Ihrem Leben spielte sich draußen ab auch in den zahlreichen Cafes und Restaurants. Die Leute waren nett, freundlich, hilfsbereit aber auch nicht abgeneigt, einem Touristen was aufzuschwatzen oder ihn ein bisschen über den Tisch zu ziehen… so ein bisschen schlitzohrig eben.

Und sie haben Vertrauen.

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In ihre Bremsen jedenfalls.

Zum Glück bin ich nicht meine Oma

Sonst hätte ich gestern Abend den absoluten Supergau erlebt. 😉

Ich war beim Frisör. Schon auf dem Hinweg konnte ich sehen, wie sich die Wolken auftürmten. Ich hoffte noch, dass ich, was da kommen würde, beim Frisör aussitzen könnte.

Aber ich kenne mein Glück. Kaum war ich wieder draußen, fielen die ersten großen Tropfen. Ich flitzte zur Haltestelle und sprang in den erstbesten Bus zum Hauptbahnhof. Unterwegs gab es eine günstige Haltestelle, um in die Straßenbahn umzusteigen. Der Regen hatte inzwischen zugenommen, die Haltestelle hatte ja aber ein Dach.

In Laufe der Bahnfahrt kam der Regen dann so richtig in Form… Sturzbäche. Die alle hätten mir auch nicht helfen können:

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Das letzte Stück nach Hause bin ich gerannt und natürlich patschnass geworden. Aber ich bin nicht meine Oma, Haare trockengerubbelt… und so gut wie neu. Früher, als Frau irgendwelche sorgfältig hindrapierten Dauerwellfrisuren trug, hätte sie wohl gleich wieder zum Frisör gemusst. Schwein gehabt.

 

 

Minimalismus am Morgen

Langsam wird es morgens wieder später hell. Neulich war ich viel zu früh draußen. Für Beobachtungen und Biberfotos war es noch zu dunkel.

Dennoch hat diese Zeit auch ihre Reize. Die Fledermäuse sind über dem See unterwegs, die fotografieren zu wollen, ist natürlich illusorisch. Meist ist es um diese Zei  ganz windstill, so dass das Wasser spiegelglatt ist. Zugleich war es für Farben noch zu dunkel.

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