Jackenwachstum

Das Wetter am letzten Wochenende hat ja nicht gerade zu Aktivitäten im Freien verlockt, so gern ich auch ein bisschen mehr draußen gewesen wäre. So hatte ich immerhin viel Strickzeit und meine graue Strickjacke ist schon deutlich über das Planungsstadium hinaus:

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Der Plan ist, das Zopfmuster aus der Mitte über die Schultern zu führen. Ob ich dann gleich in einem Stück über die Schultern vorn runterstricke oder doch einzelne Vorderteile mache, weiß ich noch nicht. Ziemlich sicher bin ich, dass es einfach angesetzte Ärmel gibt, mit Armkugeln bin ich am Ende meist nicht so zufrieden und für Raglan eignet sich das Muster (leider) nicht.

Das Zopfmuster stammt von Elsebeth Lavold, deren Bücher – Viking Patterns for Knitting: Inspiration and Projects for Today’s Knitter und Viking Knits & Ancient Ornaments (Amazon Affiliate Links!) – eine wunderbare Quelle solcher Muster bieten. 

Ich liebe diese Muster, sie sind so schön logisch und man kann sie ohne Hilfsnadel stricken, d.h. ich sitze nicht die ganze Zeit mit verkniffenem Gesicht da, weil ich die blöde Angewohnheit habe, die Hilfsnadel, wenn ich sie gerade nicht brauche, in dem Mund zu stecken statt sie auf den Tisch zu legen.

 

 

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Rechnen, planen, probieren

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Das wird meine neue (graue) Strickjacke. Nachdem mir ja keine andere Anleitung gefallen hat bzw. die Maschenprobe meiner Wolle völlig daneben war, muss ich mein eigenes Hirn bemühen. Ein geeignetes Muster hatte ich schnell gefunden. Da ich dieses aber nicht einfach geradeaus stricken wollte, habe ich mit der senffarbenen Wolle ausprobiert, ob’s auch schräg geht. Geht. Dann noch richtige Maschenprobe mit der eigentlichen Wolle, das ganze grob zeichnen und rechnen… Jetzt kann es losgehen.

Langes „Wochenende“

Kann man das am Dienstag noch so sagen? Wenn nicht, ist es auch nicht so schlimm. 😉 Nachdem ich letzte Woche eine klitzekleine Erkältung eingesammelt und dazu noch sehr viel zu tun hatte, genieße ich gerade die vier freien Tag.

Warum können wir den Reformationstag nicht jedes Jahr haben? Also „wir“ – in Brandenbug – haben ihn ja. Wenn man aber in Berlin arbeitet, wo Reformationstag kein Feiertag ist (Allerheiligen, Dreikönigstag und etc. pp. auch nicht), hat man Pech gehabt. Dann darf man morgens mit den gefühlt fünf anderen Trotteln, die nicht frei machen, durch menschenleere Straßen zur Bahn traben und sogar die Ampeln sind aufgrund des Feiertags abgeschaltet. Bei der Rückfahrt am Abend ist die Bahn dann gesteckt voll, weil die Brandenburger den Tag für gewöhnlich damit verbringen, in Berlin shoppen zu gehen. Damit wird es dieses Jahr dann mal nichts und der Berliner Einzelhandel hat auch schon ganz laut geheult. Soll er.

Ich habe jedenfalls die Tage – gerade die mit dem ungemütlichen Wetter – genutzt, nicht viel zu tun, schön Tee zu trinken, an meinem Schal weiterzustricken…

Zum Beweis, ich bin schon auf dem „Rückweg“:

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So weit, so gut

Sinn der ganzen Proben, ich in letzter Zeit gestrickt habe, war natürlich endlich richtig anzufangen. Ich konnte es gar nicht erwarten und kann es jetzt auch nur schwer aus der Hand legen.

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Beim Muster habe ich jetzt endlich durchschaut, dass ich am Anfang oder Ende nicht einfach ein Dreieck stricken darf, das verändert die Form des gesamten Strickstücks. Manchmal fällt der Groschen eben pfennigweise… (Kann man den Spruch auch in Euro sagen? 😉)

So richtig habe ich noch keinen Plan, wie es weitergeht. Es muss natürlich noch viel größer werden. Ob ich die zweite Hälfte dann mit Abnahmen stricke oder irgendwie anders, werde ich dann sehen.

Zweifarbig oder dreifarbig?

Das ist hier die Frage…

Am Sonntag habe ich das regnerische Wetter genutzt, um gemütlich mit einer Kanne Tee mit einer Stricktechnik zu experimentieren. Das sogenannte Swing Knitting ist ja nicht neu, aber nun ist es auch bei mir angekommen. Und jetzt hat’s mich voll erwischt. Beispiele von in dieser Technik gestrickten Sachen kann man hier (ravelry) sehen. Besonders haben es mir wellenförmige Strukturen mit Farbverlaufsgarnen angetan.

Etwas kleines sollte man ja immer auf den Nadeln haben und ich stricke gern Schals/Tücher. Leider kommt man so einfach an eine Erklärung der Technik. Meist gibt es nur Anleitungen für bestimmte Kleidungsstücke. Da es umter’m Strich aber nur um verkürzte Maschen geht, habe ich gedacht, mit ein bisschen Hilfe von youtube schaffe ich das auch allein. Eine Frage der Ehre gewissermaßen… Die Videos der Wahl sind in russisch und polnisch – ersteres ginge noch, wenn der Ton nicht so schlecht wäre, in polnisch habe ich inzwischen die Worte „Faden“ und Masche gelernt. 😉

Nun habe ich mal ein bisschen mit der Technik experimentiert:

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Der Anfang: ein einfarbiges und ein Garn mit Farbverlauf. Zuerst habe ich erstmal nur einfache Elemente gestrickt und diese dann zu den Wellen kombiniert. So schon nicht schlecht.

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Dann habe ich das ganze dreifarbig versucht, d.h. ein (fast) einfarbiges Garn in grau und zwei Garne mit Farbverlauf, so dass ich die größeren Wellenelemente abwechselnd mit dem einen und dem anderen Garn stricken kann dazwischen dann ein paar Streifen mit allen 3 Garnen.

Nun müsste ich noch entscheiden, was mir besser gefällt. Vermutlich erstmal die zweifarbige Variante, denn dafür hätte ich direkt Garn im Haus. Die andere Variante stricke ich dann vielleicht später.