So weit, so gut

Sinn der ganzen Proben, ich in letzter Zeit gestrickt habe, war natürlich endlich richtig anzufangen. Ich konnte es gar nicht erwarten und kann es jetzt auch nur schwer aus der Hand legen.

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Beim Muster habe ich jetzt endlich durchschaut, dass ich am Anfang oder Ende nicht einfach ein Dreieck stricken darf, das verändert die Form des gesamten Strickstücks. Manchmal fällt der Groschen eben pfennigweise… (Kann man den Spruch auch in Euro sagen? 😉)

So richtig habe ich noch keinen Plan, wie es weitergeht. Es muss natürlich noch viel größer werden. Ob ich die zweite Hälfte dann mit Abnahmen stricke oder irgendwie anders, werde ich dann sehen.

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Zweifarbig oder dreifarbig?

Das ist hier die Frage…

Am Sonntag habe ich das regnerische Wetter genutzt, um gemütlich mit einer Kanne Tee mit einer Stricktechnik zu experimentieren. Das sogenannte Swing Knitting ist ja nicht neu, aber nun ist es auch bei mir angekommen. Und jetzt hat’s mich voll erwischt. Beispiele von in dieser Technik gestrickten Sachen kann man hier (ravelry) sehen. Besonders haben es mir wellenförmige Strukturen mit Farbverlaufsgarnen angetan.

Etwas kleines sollte man ja immer auf den Nadeln haben und ich stricke gern Schals/Tücher. Leider kommt man so einfach an eine Erklärung der Technik. Meist gibt es nur Anleitungen für bestimmte Kleidungsstücke. Da es umter’m Strich aber nur um verkürzte Maschen geht, habe ich gedacht, mit ein bisschen Hilfe von youtube schaffe ich das auch allein. Eine Frage der Ehre gewissermaßen… Die Videos der Wahl sind in russisch und polnisch – ersteres ginge noch, wenn der Ton nicht so schlecht wäre, in polnisch habe ich inzwischen die Worte „Faden“ und Masche gelernt. 😉

Nun habe ich mal ein bisschen mit der Technik experimentiert:

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Der Anfang: ein einfarbiges und ein Garn mit Farbverlauf. Zuerst habe ich erstmal nur einfache Elemente gestrickt und diese dann zu den Wellen kombiniert. So schon nicht schlecht.

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Dann habe ich das ganze dreifarbig versucht, d.h. ein (fast) einfarbiges Garn in grau und zwei Garne mit Farbverlauf, so dass ich die größeren Wellenelemente abwechselnd mit dem einen und dem anderen Garn stricken kann dazwischen dann ein paar Streifen mit allen 3 Garnen.

Nun müsste ich noch entscheiden, was mir besser gefällt. Vermutlich erstmal die zweifarbige Variante, denn dafür hätte ich direkt Garn im Haus. Die andere Variante stricke ich dann vielleicht später.

Fertig

Dieses Mal nicht ich, sondern mein aktuelles Strickprojekt – Fäden vernäht, gewaschen und gespannt:tuch1

Material: Jawoll Sockenwolle – 90 g schwarz, 40 g hellblau, 50 g dunkelblau, Nadel 3,5.

Das ist Structured Shadows von Josh Ryks, als Kaufanleitung bei ravelry erhältlich. Den Anfang fand ich sehr geschickt gemacht, wenn ich da auch gleich etwas ändern musste, weil es bei mir nie schön aussieht, wenn ich Maschen aus der Anschlagkante aufnehme.

Außerdem habe ich es ein bisschen größer gemacht, normalerweise wären nach den hellblauen Streifen nur noch die 6 schwarzen und die Abkettreihe gekommen. Ich habe noch ein paar Reihen dunkelblau dazugefügt – das waren ewig lange Reihen. Aber so hat das Tuch eine schöne Größe und wird sich ganz ausgezeichnet im Ausschnitt meines dunkelblauen Mantels machen. Nicht ganz zufrieden bin ich mit der oberen Kante, die ist mir etwas zu straff geraten, obwohl das Waschen sie noch etwas entspannt hat.

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Insgesamt bin ich zufrieden mit dem Tuch und könnte glattweg gleich das nächste anschlagen. Das aktuelle Objekt der Begierde ist Orchid Alpha von Sue Berg. Zum Glück habe ich dafür gerade kein passendes Garn im Haus, denn die Schublade mit meinen Tüchern und Schals quillt schon über und ich habe schließlich nur einen Hals (auch wenn ich den nicht vollkriege). 😉

 

 

Wirklich wollige Woche

Seit langem habe ich mal wieder Wolle gekauft. Ich war u.a. bei Lalaine und habe mir mit ziemlicher Verspätung mein Geburtstagsgeschenk ausgesucht: Die Graue (Schurwolle mit Kaschmir) – soll eine Strickjacke werden. Aus dem Rest sollen Schals/Tücher werden. Nur für’s Protokoll eine Häkelnadel Stärke 4 gab es auch noch.

Und nun bin ich hibbelig. Ich habe gerade kein angefangenes Projekt und will ganz dringend etwas anfangen. Letzte Woche habe ich auch wieder ein bildschönes Häkeltuch gesehen, eine Kaufanleitung. Da ich nicht so der Häkelprofi bin, bin ich etwas gehemmt, weil ich nicht sicher bin, dass ich das hinkriege. Meine Ravelry Warteschlange ist sooo lang, da weiß ich vor Schreck gar nicht, was ich machen soll. Bücher und Zeitschriften habe ich auch genug… Ich glaube, ich tauche jetzt mal ab.

Fertiges

Handarbeitstechnisch ist diese Woche viel fertig geworden, einiges davon lag eine Weile rum und wurde nur ab und an mal bearbeitet, aber auch so wird es mal fertig.

Da war zuerst eine Häkelkette:

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Knapp 50 cm lang, 6 Perlen pro runde. Das Muster hatte ich mir schon vor Monaten „ausgedacht“… Naja, ausdenken, es gibt ein Programm, mit dem man solche Muster entwickeln kann – das ist sehr praktisch und hilft einem zu verstehen, wie diese Muster ticken. Kurz vor dem Urlaub dann, war ich gerade gut in Schwung, als mir plötzlich ein fieser Fädelfehler auffiel. Ärger! Daraufhin habe ich sie erstmal beiseite gelegt. Nach dem Urlaub erschien der Fehler dann gar nicht mehr so schlimm, wurde beseitigt und ich habe weiter Abend für Abend ein paar Zentimeter gehäkelt.

Danach habe ich mir ein schon wirklich ewig herumliegendes Paar Socken vorgenommen:

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Für den Holden, Gr. 41, 64 Maschen… keine große Kunst und gar nicht erst versucht, die Socken möglichst identisch zu stricken. So kann man den rechten besser vom linken Fuß unterscheiden. 😉

Und dann hatte ich gegen Ende der Woche extremen „Basteldrang“, weil ich eine nette Idee gesehen und ähnliches Material im Hause hatte. Also habe ich noch ein bisschen Draht verbogen und nun habe ich einen neuen, nett baumelnden Kettenanhänger:

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