Glückwunsch… da sind wir also Müllweltmeister

So war es jedenfalls gestern in den Nachrichten zu hören. Aber das schöne neue Verpackungsgesetz, das die Recyclingquoten erhöht, wird jetzt alles rausreißen. Ha ha.

Wenn es mit dem Recycling nicht klappt, warum denkt keiner an das Naheliegendste – den Müll erst gar nicht entstehen zu lassen? Die Dinge, die ich kaufe, will ich essen/verbrauchen/benutzen nicht angucken. Schöne Verpackung ist zweitrangig. Warum müssen so viele Dinge mehrfach verpackt sein: in Glas/Plastik, Pappe und dann nochmal in Plastikfolie eingeschweißt? Kosmetik fällt mir da ein und all die aromafrisch verschweißten Dinge, die man in Baumärkten kaufen kann. Ich brauche auch die kleinen Aufkleber auf dem Obst nicht. Das sind einzeln betrachtet zwar winzige Teile, auf das ganze Land betrachtet, können wir damit wahrscheinlich trotzdem ein Fußballfeld pflastern. Weg damit!

Also liebe ratlose Politiker, ich habe da noch eine Menge Ideen, wie man Müll vermeiden kann, meldet Euch einfach.

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Was Sie schon immer über die Zeitumstellung wissen wollten… und wie man sie wieder loswird

Na, schon in der Sommerzeit angekommen und alle Uhren gefunden, die umgestellt werden müssen bzw. deren Gebrauchsanweisungen? Habt Ihr Euch über die Zeitumstellung geärgert?

zeit_uhrFür mich ist die Zeitumstellung immer erstmal ein Rückschlag: Denn ich freue mich jedes Frühjahr, dass es morgens eeendlich wieder zeitig(er) hell wird.

Mal ganz abgesehen von der Zumutung, dass da einfach in meinen Tagesablauf hineinregiert wird, kann ich nicht sagen, dass ich besonders darunter leide. Weder habe ich Probleme mir zu merken, wann die Uhr in welche Richtung verstellt wird, noch erleide ich ein Jetlag oder so. Ich schlafe allenfalls in den ersten Tagen bis mein Wecker klingelt und bin dann in der ersten Woche abends auf Arbeit etwas verwirrt, weil es noch so hell ist, dass ich fast das Nachhausegehen vergesse. Aber ich bin ein bekennender und praktizierender Frühaufsteher, anderen Menschen mag es damit ganz anders gehen.

Die Idee der Zeitumstellung ist älter als ich dachte; die Beweggründe, Energie (Beleuchtung) durch bessere Ausnutzung des Tageslichts einsparen zu wollen, sind nachvollziehbar. Ob das aber je zu einer Energieeinsparung geführt hat, wage ich zu bezweifeln. Wenn, dann eher in den Anfangszeiten (bei uns 1916). Heute, wo wir fernab der Natur leben und arbeiten in rund um die Uhr künstlich beleuchteten Werkhallen, Krankenhäusern, Altenheimen, Messehallen und anderen Gebäuden, die zum großen Teil auch noch klimatisiert sind, wo wir nachts Gebäude anstrahlen, wer kann da Energieeinsparung durch Tageszeitverschiebung tatsächlich noch ernst nehmen bzw. ich finde es angesichts offenkundiger anderer Energieverschwendung unsinnig, auf diese Weise Energie sparen zu wollen.Weiterlesen »

Berufskrankheit…

Oder: Schon mal Stau gegessen?

stauIch lese gern, ich habe schon immer gern gelesen. Ich erinnere mich noch lebhaft an den Moment, als mir schlagartig klar wurde, wie lesen funktioniert: Irgendwann im ersten Schuljahr, wir hatten erst einen Teil des Alphabets gelernt und lasen, ohne dass ich das besonders spannend fand, die Sätze, die man aus einer beschränkten Zahl Buchstaben bilden konnte: Moni am See. Logischerweise sind Ausdruck und Wortschatz dieser Texte beschränkt. Mein Aha-Moment kam irgendwann beim Anblick der Unterschrift meiner Mutter. Buchstaben und Laute fügten sich plötzlich zu unserem Nachnamen zusammen und von da an hatte ich es begriffen und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Auf dem Weg durch die Stadt musste ich überall stehenbleiben und alle Beschriftungen, Angebote („Makrelenfilet“) usw. lesen… Am Ende einer Woche, in der unsere Kleinstadt gewachsen schien, weil jeder Weg viel länger dauerte, kaufte mir meine Mutter genervt ein Buch und bald schon das zweite.Weiterlesen »

Ein Muss: Der Imperativ

„Kann denn die Kinder keiner lehren wie man spricht?“ (aus My Fair Lady)

entfGestern in der Bahn fiel mein schweifender Blick auf ein Plakat, das eindringlich und farbenfroh für Speed-Dating warb. Vielleicht eine tolle Sache für diejenigen, die gerade Interesse und Bedarf haben. Wollte mich aber jemand zur Teilnahme bewegen, sollte er mir nicht ausmalen, welche aufregenden neuen Bekanntschaften dabei auf mich warten. Er müsste zuallererst den korrekten Imperativ bilden, dann können wir das Thema eventuell vertiefen. Weiterlesen »