Rosa Auto

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Passend zu Handtasche und Lippenstift? Irgendwie sehe ich eine langhaarige Blondine mit Minirock, die ihre Handtasche auf dem Beifahrersitz wirft und einsteigt. Sie fährt an, schlängelt sich kühn und nicht ganz regelgerecht durch das Gewirr der zum Teil steilen Gassen und holt noch ein paar Freundinnen zu einem Ausflug ab. Sie fahren Eis essen (unbedingt Himbeer ;-)) und danach über Land oder an einen See. Sie kurbeln alle Fenster runter, eine Kassette dudelt in voller Lautstärke. Jungs auf Motorrädern überholen sie und hupen. Die Mädels lachen, winken…

Eigentlich sieht er noch gar nicht so schlecht aus, so als wäre er jahrelang liebevoll gepflegt worden. Dennoch steht er ohne Nummernschilder an einer Ecke bei den Müllcontainern und wächst langsam ein. Ein paar Katzen nutzten ihn noch als Dach über dem Kopf und Aussichtspunkt.

Gesehen in Tbilisi, ein Saporosch  – vermutlich ein SAS 968M (gebaut 1979–1994).

 

In Tbilisi

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Ein Blick über die georgische Hauptstadt. Eine schöne Stadt, eine gelungene Mischung aus neu und alt mit jeder Menge Sehenswürdigkeiten: Kirchen, Theater, Museen, Parks, ein botanischer Garten, eine alte Festung…

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Eine passende Flasche haben wir allerdings nicht gefunden. 😉

Hier habe ich vielleicht zukünftige Schachmeister beobachtet:

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Die Kinder spielten in dem Park am Fuße der beiden Röhren, die man oben im Bild sieht.

Irgendwie war Tbilisi eine vergnügte Stadt. Viel von Ihrem Leben spielte sich draußen ab auch in den zahlreichen Cafes und Restaurants. Die Leute waren nett, freundlich, hilfsbereit aber auch nicht abgeneigt, einem Touristen was aufzuschwatzen oder ihn ein bisschen über den Tisch zu ziehen… so ein bisschen schlitzohrig eben.

Und sie haben Vertrauen.

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In ihre Bremsen jedenfalls.

Auf dem Markt

Ich gehe gern auf Märkte, auch wenn ich dort nicht zwingend etwas kaufen will – obwohl, ein bisschen Obst geht immer. Mir gefällt einfach die Atmosphäre, dem Treiben könnte ich ewig zusehen. Unterwegs ist der Besuch von Märkten und Markthallen daher immer „Pflicht“. Es sind zwar nicht alle so schön und berühmt, wie La Boqeria in Barcelona oder die Markthalle von Funchal, ganz einheimisch, landestypisch und untouristisch fesselt mich aber ebenso. Meist bin ich ein bisschen neidisch, weil es so schönes Obst und Gemüse zu kaufen gibt und ich gerade nicht selbst kochen kann.

Markthalle von Telavi – ein Überblick:

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Dort gab es sicher alles, was man irgendwie brauchen kann, wie dieser Stand beweist:

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Hauptsächlich werden dort natürlich direkt von den Bauern der Umgebung Lebensmittel aller Art verkauft und natürlich ganz frisch:

Die Veganer und Vegetarier schauen jetzt mal bitte weg:

Garantiert alles frisch, denn Kühlung gibt es da nicht, stattdessen sitzt jemand am Stand, der mit einem Puschel die Fliegen in Schach hält. Für unser Auge ist das sicher gewöhnungsbedürftig. Da weiß man aber wenigstens, was man kauft, und ist von seinen Lebensmitteln nicht so weit entfernt, wie wir in unseren sterilen Supermärkten, wo immer als gleich aussieht.

 

Mzcheta

Inzwischen habe ich schon etliche Bilder aus dem Kaukasus gezeigt, sonst aber noch nicht viel von Land und Leuten erzählt.

Gar nicht weit von der georgischen Hauptstadt Tblissi entfernt liegt Mzcheta. Die Lage der Stadt ist einmalig am Zusammenfluss von Kura und Aragwi. Über der Stadt liegt das Dschwari-Kloster (oben links und bei meinem Glück mit Baugerüst ;-)) Von diesem Ausblick konnte ich kaum genug bekommen.

In der Stadt, die schon sehr alt und heute ein religiöses Zentrum des Landes ist, ist die Swetizchoweli-Kathedrale (Weltkulturerbe) eine Sehenswürdigkeit (und fast zu gewaltig für ein Foto):ge_mzcheta_kirche

Wir waren an einem Sonntag Vormittag und auch noch zu Ferienbeginn da, so dass dort sprichwörtlich „Mann und Maus“ unterwegs war. Beim Fotografieren von Menschen und erst recht in Kirchen tue ich mich immer schwer, weil ich niemanden stören und niemandem zu nahe treten möchte. Da es den Einheimischen aber offensichtlich genauso wichtig war, Bilder von der Kirche mit nach Hause zu bringen wie dort eine Kerze anzuzünden, und sie deshalb fast alle fotografierten, habe ich ganz vorsichtig auch ein paar Impressionen gesammelt.

 

 

Kaukasus

Ich mag Berge große und kleine. Deshalb hatte ich mich besonders auf den Besuch im Kaukasus gefreut.

Es war toll, direkt mittendrin zu wohnen. Der Ausblick vom Hotel:

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Wir fuhren über den Kreuzpass und verbrachten einen wunderbaren Tag mit Wandern.

Wir hatten unglaubliches Glück mit dem Wetter: Sonne und ein paar Wölkchen am Himmel – alles richtig gemacht.

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Am Abend wieder zurück auf der anderen Seite des Passes bot sich uns ein ganz anderer Anblick:

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Über Nacht zog es sich dann völlig zu und es regnete sehr stark. Wo wir vorher vom Hotel aus schon die Berge gesehen hatten, war alles grau.